
Mautpost nach dem Urlaub: Daran solltet ihr achten
Kennt ihr das auch? Ihr wart im Sommer mit dem Caravan oder Auto im Ausland unterwegs, der Urlaub war herrlich und Wochen bis Monate später bekommt ihr plötzlich Post.
25.09.2026
Ein amtliches Schreiben, dass euch die Urlaubsstimmung schnell wieder vermiest: Ihr sollt eine Maut nicht bezahlt haben. Der ACE Auto Club Europa warnt vor dieser Post. Seit vorsichtig, verfallt nicht in Panik und schaut euch den Brief genau an. Überweist das Geld nicht sofort bedenkenlos, sondern überprüft wichtige Daten. Dabei ist eine verspätete Mautzahlungsaufforderung nicht gleich unberechtigt. Trotzdem solltet ihr folgendes überprüfen:
Handelt es sich um euer Fahrzeug?
Stimmt das Kennzeichen?
Stimmen das Datum, die Uhrzeit und die Strecke der Reise?

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Unterschiedliche Systeme für die Bezahlung der Autobahn-Maut
In vielen europäischen Ländern gibt es eine Maut für Autobahnen, Tunnel oder bestimmte Streckenabschnitte. Die Bezahlung kann je nach Land unterschiedlich ausfallen.
Moderne Free-Flow-Systeme
Bei modernen „Free-Flow-Systemen“ wird das Kennzeichen automatisch erfasst, ohne dass ihr an einer Mautstation bezahlen müsst. Die Gebühr muss anschließend innerhalb einer bestimmten Frist bezahlt werden. Solche Systeme gibt es beispielsweise in Italien, Portugal, Frankreich und Frankreich. Da keine Schranken oder Zahlstellen auf eine Maut hinweisen, kann die Zahlung leicht übersehen werden. Dennoch werden Mautzonen mit Schildern gekennzeichnet, sodass ihr diese nicht übersehen solltet.
Wird eine Maut nicht fristgerecht gezahlt, kann sie auch nach der Rückkehr nach Deutschland eingefordert werden. Zusätzlich können die Länder noch Bußgelder bei verspäteter Zahlung verhängen. In Frankreich kann das Bußgeld bis zu 375 Euro kosten. Daher empfiehlt der ACE sich vor der Reise über die Mautregeln des Reiselandes zu informieren und bei einem „Free-Flow-System“ sich vorab online zu registrieren. Zahlungsbelege solltet ihr anschließend aufbewahren und überprüfen, ob die Angaben stimmen.
Gefälschte Zahlungsaufforderungen
Auch gefälschte Zahlungsaufforderungen können vorkommen. Fehlen wichtige Angaben, sind die angegeben Kontaktdaten echt? Oder werden hohe Zusatzkosten ohne Erklärung verlangt? Dann solltet ihr besonders vorsichtig sein. Absender, Mautbetreiber, die ursprüngliche Gebühr und die Zusatzkosten sollten nachvollziehbar sein. Zahlungslinks solltet ihr vorab überprüfen, denn diese sind extrem selten. Meistens erfolgt die Zahlung über das offizielle Nutzerkonto des Mautbetreibers.
Was tun bei einer unberechtigten Mautforderung?
Falls die Angaben der Mautforderung nicht mit eurer Reiseroute oder euren Fahrzeug übereinstimmt könnt ihr folgendes tun:
Dem Absender schriftlich widersprechen.
Nachweise sammeln, und belegen, dass die Angaben nicht stimmen.
z.B Tankstellenbelege, Hotelbuchungen, Mietwagenunterlagen einreichen, die die Reiseroute zeigen.
Eine juristische Prüfung veranlassen.
(Quelle: ACE)
